AfD-Fraktion fordert barrierefreie Schrift in Verwaltungskommunikation / Offermann: „Keine Experimente“

Für die Seevetaler Gemeinderatssitzung am 28. Juni beantragt die AfD-Fraktion, dass die Gemeindeverwaltung die amtlichen Regeln der Deutschen Rechtschreibung umsetzt. In Verwaltungsvorlagen und Pressemitteilungen wird immer wieder „gegendert“. Dies entspricht nicht den amtlichen Rechtschreibregeln. Darunter fällt die Einfügung von Sonderzeichen wie Binnen-I, Unterstrich, Schrägstrich, Doppelpunkt und Sternchen in Wörtern. Sie stellen besonders blinde und sehbehinderte Mitbürger vor erhebliche Probleme, da die Sonderzeichen beim Vorlesen mitgelesen werden und den Inhalt entstellen können.

Beispielsweise wurden für die Stichwahl am 23. Oktober 2023 „Wahlhelfer*innen“ gesucht. In der Berichtsvorlage (VO/0373/WP21-26) schreibt die Verwaltung: „Eigentümer*innen“, „Bewohner*innen“ und „Bürger*innenveranstaltung“.
Die AfD-Fraktion fordert die Umsetzung der Europäischen Richtlinie 2016/2102, in der es heißt: „In der Digitalen Agenda für Europa hob die Kommission hervor, dass konzertierte Aktionen nötig seien, mit denen sichergestellt würde, dass neue elektronische Inhalte auch für Personen mit Behinderungen uneingeschränkt zugänglich würden, um die Lebensqualität europäischer Bürger zu verbessern . . .“

Dazu der Fraktionsvorsitzende Robert Offermann:
„Eine deutliche Mehrheit von etwa zwei Drittel der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland lehnt die Einführung einer sogenannten Gendersprache ab, wie verschiedene Umfragen bestätigen. Nach Ansicht von Sprachwissenschaftlern, Germanisten und des ‚Rates für deutsche Rechtschreibung` beeinträchtigt Gendern die Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Rechtssicherheit von Begriffen und Texten deutlich. Kommunikation muss klar und verständlich sein. Sie darf nicht zum ideologischen Experiment werden.“

GSE-AT-2023-06-Kommunikation
Anlage-zum-AfD-Antrag-06-23-Kommunikation

Ähnliche Beiträge